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Schwanensee
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Schwanensee, op. 20 (russisch ĐойодинОо ОСоŃĐž, Lebedinoje osero; franzĂśsisch Le lac des cygnes; englisch Swan Lake), ist ein weltberĂźhmtes Ballett zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, das seine UrauffĂźhrung im Jahr 1877 am Bolschoi-Theater in Moskau erlebte und zum Standardrepertoire klassischer Ballettkompanien gehĂśrt. Die bis heute maĂgebliche Inszenierung fand am 17. Februar/15. Januar 1895 am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg statt, mit einer neuen Choreografie von Marius Petipa und Lew Iwanow. Spätere Inszenierungen lehnten sich meist eng an diese Fassung an.
Contents
⢠Libretto
⢠Personen
⢠Handlung
⢠1. Akt
⢠2. Akt
⢠3. Akt
⢠4. Akt
⢠Instrumentation
⢠Geschichte
⢠Film
⢠Sonstiges
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Libretto
Das Libretto stammt von Wladimir Petrowitsch Begitschew und mÜglicherweise vom Tänzer Wassili Fjodorowitsch Geltzer.cite-ref-kohlhase-17-1-0[1] Es entsprach ganz der Vorstellung des Komponisten Tschaikowski. Einige Forscher meinen, dass die Geschichte auch auf Tschaikowsky selbst,cite-ref-2[2] den Choreografen Reisinger oder beide zurßckgehen kÜnnte. Im Libretto der Urauffßhrung von 1877 ist kein Autor angegeben.cite-ref-kohlhase-17-1-1[1]
Die Sage von der verzauberten Schwanenprinzessin, die nur durch wahre Liebe aus dem Bann des bÜsen Zauberers erlÜst werden kann, ist bei vielen VÜlkern bekannt. In Schwanensee lassen sich häufige Motive zahlreicher Märchen nachweisen, insbesondere die unglßcklich verzauberte Prinzessin, die durch die Liebe eines Prinzen erlÜst wird. Auch das unglßckliche Ende des ursprßnglichen Librettos ist ein bekanntes Märchenmotiv des Schwanenmädchens oder auch der Schwanenjungfrau.
Im Unterschied zu anderen Formen des Märchentypus wird Odette in der ursprĂźnglichen Fassung des Librettos als gute Fee verstanden.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] Sie trägt eine Krone mit magischer Schutzfunktion, die sie von ihrem GroĂvater bekam. Dieser ist der SeekĂśnig. Ihre Mutter sei ebenfalls eine gute Fee gewesen, ihr Vater ein Ritter (damit teilt Odette das Schicksal Melusines). Allerdings, so das Libretto, habe ihr Vater ihre Mutter zerstĂśrt und eine Zauberin geheiratet. Diese Stiefmutter plagte Odette so lange, bis sie an den See floh, der aus den Tränen ihres GroĂvaters entstanden war. Dort musste sie zum Schutz Schwanengestalt annehmen, denn die Stiefmutter verfolgt sie in Gestalt einer Eule. Diese Eule schickt auch einen Dämon in Gestalt eines Ritters namens Rotbart, dessen Tochter Odile der schĂśnen Odette äuĂerlich exakt gleicht. Am Ende ergreift die Eule Odettes Krone und tĂśtet diese dadurch. Odette und Siegfried versinken in den Wellen des Sees.cite-ref-5[5]
Diese komplizierte, im Libretto mittels wĂśrtlicher Rede vermittelte Handlung wurde 1895 schlieĂlich stark vereinfacht. Odettes FamilientragĂśdie wurde gestrichen, der auf der BĂźhne erscheinende Rotbart Ăźbernahm die Rolle von Stiefmutter und Vater. Nur wenige Kompanien wie das Ballett der Semperoper bedienen sich Motiven des ursprĂźnglichen Librettos, ohne dass freilich je wieder eine exakte Rekonstruktion versucht wurde. FĂźr das Ende wurden später verschiedene Versionen erfunden, mit zum Teil sehr unterschiedlichem Ausgang.
Personen
(Odette und Odile werden von derselben Ballerina als Doppelrolle getanzt)
⢠Odette, verzauberte Schwanenjungfrau, gute Fee
⢠Prinz Siegfried
⢠die KÜnigin, Siegfrieds Mutter
⢠Benno, Freund von Siegfried
⢠Wolfgang, Erzieher des Prinzen
⢠von Rotbart, bÜser Dämon
⢠Odile, Verfßhrerin, Tochter von Rotbart, Doppelgängerin von Odette
(Seit dem 20. Jahrhundert gibt es in manchen Produktionen auch die Figur des Hofnarren, ein Solotänzer)
Freunde des Prinzen, HĂśflinge, Dorfbewohner, Hochzeitsgäste, Prinzessinnen, groĂe und kleine Schwäne u. a.
Handlung
Im Folgenden wird die Handlung der uns heute geläufigen Ballettfassung dargestellt.
1. Akt
Im Schlosspark feiert Prinz Siegfried seinen 21. Geburtstag. Die KĂśnigsmutter kommt hinzu und wirft ihm zärtlich seine Unbeschwertheit vor. Sie erinnert ihn, dass am nächsten Tag ein Hofball stattfinden wird und er unter den teilnehmenden Gästen eine Braut wählen soll. Die Tänze werden fortgesetzt, bis der Prinz sich absondert und von einer unbestimmten Melancholie erfasst wird. Am Himmel sieht er weiĂe Schwäne vorĂźberziehen und er beschlieĂt, mit seinen Freunden auf die Jagd zu gehen.
2. Akt
Am Ufer des Schwanensees, in der Nähe des Schlosses, erscheint im Mondlicht, aus dem Wasser tretend, das wunderschÜne Schwanenmädchen. Der Prinz kommt hinzu und will schon seine Armbrust anlegen, als das Schwanenmädchen als SchwanenkÜnigin vor ihn tritt. Die KÜnigin erzählt Siegfried, sie sei Prinzessin Odette, die vom Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt worden sei. Von diesem Zauber kÜnne sie nur derjenige erlÜsen, der ihr ewige Liebe schwÜrt. Siegfried, von ihrem Liebreiz ßberwältigt, schwÜrt ihr ewige Liebe und Treue.
Die Verzauberung der Liebenden findet ein Echo in den Tänzen der Schwäne. Odette und der Prinz bemerken nicht, dass sie von Rotbart belauscht wurden. Die Liebenden verlassen die Lichtung.
3. Akt
Festball im Schloss am nächsten Tag. Prinz Siegfried soll seine Braut wählen. Der Prinz tanzt mit den jungen Bräuten aus verschiedenen Ländern, aber seine Gedanken sind nur bei Odette. Unerwartet wird ein edler unbekannter Gast gemeldet: Baron Rotbart mit seinem GeschĂśpf Odile, die Odettes verfĂźhrerisches, negatives Ebenbild ist und in der Prinz Siegfried fasziniert seine geliebte Odette zu erkennen glaubt. Die Divertissements mit den Nationaltänzen werden fortgesetzt. Siegfried, nun vollends der bĂśsen Faszination der âschwarzen Odetteâ verfallen, hält um ihre Hand an und schwĂśrt auch ihr ewige Liebe und Treue. Triumphierend Ăźber den gelungenen Betrug verlassen Rotbart und Odile den Ballsaal, während Odettes weiĂer Geist in der Ferne erscheint. Siegfried läuft verzweifelt zum See.
4. Akt
(Originalversion)
Am See warten die Schwäne auf die RĂźckkehr ihrer Prinzessin. Diese erscheint verzweifelt und berichtet, was sich zugetragen hat. Der Prinz erreicht den See und bittet Odette um Verzeihung, sie vergibt ihm, aber ihr beider Schicksal ist besiegelt. Siegfried, der fĂźr immer mit ihr vereint sein mĂśchte, nimmt ihr die schĂźtzende Krone vom Haupt, und unter den Klängen eines von Rotbart entfesselten gewaltigen Unwetters versinken die beiden in den Fluten des Sees. Am Ende beruhigt sich alles, und ein Schwarm weiĂer Schwäne erscheint am Horizont.
Hier gibt es mehrere andere Varianten, abhängig von der Inszenierung, z. B.:
⢠Eine groĂe, von Rotbart geschickte Welle droht Siegfried zu ertränken. Odette stĂźrzt sich in die Flut, um Siegfried zu retten.
⢠Siegfried besiegt Rotbart und die Liebenden sind gerettet.
⢠In anderen Fassungen stirbt einer von beiden (Siegfried oder Odette), oder beide leben glßcklich bis an ihr Lebensende.
Instrumentation
Romantisches Orchester: 3 FlĂśten (3. Piccolo), 2 Oboen, 2 Klarinetten in A, B und C, 2 Fagotte, 4 HĂśrner in F, 2 Kornette in A und B, 2 Trompeten in F, D und E, 3 Posaunen (3. Bass), Tuba, Pauken, Schlagwerk (kleine Trommel, Becken, groĂe Trommel, Triangel, Tamburin, Kastagnetten, Tamtam, Glockenspiel, RĂśhrenglocken), Harfe, Streicher.
Die Musik enthält Probespielstellen fßr FlÜte, Harfe, Trompete, Violine und Cello.
Geschichte
Entstehung und UrauffĂźhrung
Tschaikowsky hatte bereits 1871 ein kleines Ballett names Schwanensee rein zum Vergnßgen fßr die Kinder seiner Schwester Alexandra und fßr private häusliche Vorstellungen komponiert.cite-ref-petipasoc-libretto-6-0[6]cite-ref-7[7] Das berßhmte Hauptthema der Schwäne, das ein Leitmotiv des späteren Ballettes werden sollte, kam laut Aussage seines Neffen Yuri bereits in diesem Vorgänger-Ballett fßr Kinder vor.cite-ref-8[8]
Den Auftrag fĂźr sein erstes groĂes Ballett erhielt er 1875 durch Vladimir Begichev, den Manager des Moskauer Bolschoi-Theaters.cite-ref-petipasoc-libretto-6-1[6] Dieses konnte sich damals bezĂźglich des Orchesters und der Ballettkompanie zwar nicht mit dem hohen Niveau des kaiserlichen Theaters und Ballettes in Sankt Petersburg messen,cite-ref-petipasoc-history-9-0[9] aber Tschaikowsky war trotzdem sehr enthusiastisch Ăźber den Auftrag und begann bald mit der Komposition. Im Sommer 1875 hatte er bereits 2 Akte fertig; die Orchestrierung beendete er im April 1876, kurz nach Beginn der Proben.cite-ref-petipasoc-composition-10-0[10] Zwei Nummern Ăźbernahm Tschaikowsky aus eigenen älteren Werken:
⢠Der Pas dâaction (Andante non troppo, Ges-Dur, Nr. 13,V) zwischen Odette und Siegfried im 2. Akt geht auf ein Duett aus seiner nicht vollendeten Oper Undine von 1869 zurĂźck.cite-ref-kohlhase-14-11-0[11]
⢠Die Entrâacte (Nr. 25) vor dem letzten Akt Ăźbernahm er von seiner Oper Der Voevode op. 3 von 1867/68.cite-ref-kohlhase-14-11-1[11]
Ăber Tschaikowskys Zusammenarbeit mit dem Moskauer Choreografen Wenzel Julius Reisinger, der ihm normalerweise vorher seine Vorstellungen Ăźber Charakter und Länge der Tänze und anderer (pantomimischer) Passagen mitteilen musste, ist nichts genaues bekannt.cite-ref-petipasoc-composition-10-1[10] FĂźr die weibliche Hauptrolle der Odette/Odile war ursprĂźnglich die Primaballerina Anna Sobechshanskaya vorgesehen, die jedoch in den ersten AuffĂźhrungen aus unbekannten GrĂźnden (vielleicht aufgrund von Intrigen) nicht auftrat.cite-ref-petipasoc-premiere-12-0[12]
Seine Urauffßhrung erlebte Schwanensee am 20. Februarjul. / 4. März 1877greg. im Moskauer Bolschoi-Theater in Reisingers Inszenierung mit der Primaballerina Pelagaja Karpakowa und mit Victor Gillert als Prinz Siegfried.cite-ref-13[13]
Zwei Tänze komponierte Tschaikowsky nachträglich fĂźr die Figur der Odile im 3. Akt, die bis dahin noch keine grĂśĂere Solonummer hatte (falls sie nicht im Pas de six fĂźr die Bräute auftrat! ); diese beiden Nummern erschienen daher nicht in dem kurz darauf verĂśffentlichten Klavierauszug.
⢠FĂźr die ursprĂźnglich vorgesehene Primaballerina Anna Sobechshanskaya, die zum ersten Mal am 26. Apriljul. / 8. Mai 1877greg. die Hauptrolle tanzte, komponierte Tschaikowsky einen Pas de deux fĂźr Odile und Siegfried nach. Die Choreografie hatte sich die Tänzerin extra von Marius Petipa in Sankt Petersburg besorgt â ursprĂźnglich zu einer Musik von Minkus, mit der Tschaikowsky jedoch nicht einverstanden war.cite-ref-petipasoc-rev-16-0[16] Von diesem Pas de deux ist nur die 2. Variation in Tschaikowskys Original-Instrumentierung erhalten, der Rest wurde später auf der Grundlage der beiden Stimmen fĂźr die Violin-Repetitoren von Vissarion Shebalin rekonstruiert.cite-ref-goodwin13-15-1[15]cite-ref-17[17] Das StĂźck wurde später vergessen und tauchte erst 1953 wieder auf; es wurde später von George Balanchine choreografiert und als âTschaikovsky Pas de deuxâ in New York aufgefĂźhrt (UA am 29. März 1960).cite-ref-petipasoc-rev-16-1[16]
Das Ballett war zunächst kein besonderer Erfolg, allgemein wird dafĂźr die relativ mangelhafte Produktion verantwortlich gemacht, Reisingers Choreografie wurde als âeinfallslosâ empfunden (âunimaginativeâ).cite-ref-petipasoc-premiere-12-1[12] Allerdings wurde auch Tschaikowskys Musik kritisiert, man fand sie fĂźr ein Ballett âzu symphonischâ, âzu lärmendâ, ja sogar âzu wagnerianischâ.cite-ref-18[18] Der letztere Vorwurf ist stilistisch vĂśllig absurd, zumal Tschaikowsky Wagners Musik nicht ausstehen konnte.cite-ref-19[19] Zumindest die Einstufung als symphonisch ist jedoch durchaus richtig, wenn man Tschaikowskys recht dicht gearbeitete und orchestrierte Musik mit der eher durchsichtigen, betont rhythmischen und grazilen Musik der Petersburger Ballettkomponisten Cesare Pugni und Minkus vergleicht.
Trotz seines angeblichen âMisserfolgesâ blieb das Ballett sechs Jahre (bis 1883) im Moskauer Repertoire und kam dabei immerhin auf 41 Vorstellungen,cite-ref-20[20] allerdings in immer wieder veränderter Form. Dabei wurden â wie damals allgemein Ăźblich (!) â manche Stellen in der Musik einfach gestrichen und durch Nummern anderer Komponisten ersetztcite-ref-petipasoc-rev-16-2[16] (Tschaikowsky hat sich später offenbar nicht mehr gegen solche Eingriffe gewehrt). Nikolai D. Kaschkin, Musikkritiker und Leiter des Konservatoriums in Moskau, schrieb in seinen Memoiren von 1896:
âDer Ersatz der ursprĂźnglichen Nummern durch eingeschobene wurde in immer hĂśherem Grade praktiziert, und schlieĂlich war fast ein ganzes Drittel der Musik von Schwanensee durch EinschĂźbe aus anderen Balletten ersetzt, zudem meist nur durchschnittlichen.â
Doch den eigentlichen TodesstoĂ erhielt die Urfassung von Schwanensee durch eine Theaterreform des 1881 eingesetzten neuen Direktors der kaiserlichen Theater, Iwan Wsewoloschski. Dem Bolschoi-Theater in Moskau wurde dabei die finanzielle UnterstĂźtzung drastisch gekĂźrzt. Es wurde Personal entlassen und 20 Tänzer des Balletts wurden nach Sankt Petersburg âĂźberfĂźhrtâ.cite-ref-petipasoc-rev-16-3[16] Unter diesen ungĂźnstigen Umständen wurde Schwanensee zusammen mit einigen anderen Werken 1883 vom Spielplan genommen.cite-ref-petipasoc-rev-16-4[16]
Version von Petipa und Iwanow 1895
Der erwähnte Theaterdirektor Iwan Wsewoloschski bekundete nur wenige Jahre später Interesse an einer Wiederauffßhrung von Schwanensee in Sankt Petersburg (zumindest in Teilen).cite-ref-petipasoc-1895-21-0[21] Bis es so weit war, war der mittlerweile berßhmte Tschaikowsky schon verstorben. Zu Ehren des Komponisten wurde am 17. und 22. Februar 1894 ein Gedenkkonzert im Mariinski-Theater veranstaltet, bei dem das Petersburger Publikum neben Auszßgen aus Tschaikowskys Jungfrau von OrlÊans, Romeo und Julia und der KrÜnungskantate auch zum ersten Mal die zweite Szene aus Schwanensee zu sehen bekam, in einer neuen Choreografie von Lew Iwanow und mit der bedeutenden Primaballerina Pierina Legnani als Odette.cite-ref-petipasoc-1895-21-1[21]
Das gesamte Ballett in einer Ăberarbeitung von Marius Petipa und Lew Iwanow wurde am 17. Februar/15. Januar 1895 am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg aufgefĂźhrt. Es tanzten neben Pierina Legnani als Odette/Odile: Pavel Gerdt als Prinz Siegfried, Alexei Bulgakov als BĂśser Geist/Von Rothbart und in diversen Nebenrollen auch Georgy Kyaksht, Olga Preobrazhenskaya, Alexander Shiryaev, Petipas Tochter Marie Petipa, Alfred Bekefi und Anna Johansson.cite-ref-petipasoc-cast-22-0[22]
⢠Petipa: Akt 1, Szene 1 und Akt 2 (urspr. Akt 1 und Akt 3);
⢠Iwanow: die Schwanenszenen in Akt 1, Szene 2 und Akt 3 (urspr. Akt 2 und Akt 4);
Die Partitur wurde von Riccardo Drigo revidiert, der vor allem einige KlavierstĂźcke von Tschaikowsky orchestrierte, und zwar:
⢠Op. 72, No. 12 LâEspiègle (âder Schelmâ): wurde zur Variation der VerfĂźhrerin Odile im Grand Pas de deux in Akt 2 (heute auch als âPas de Deux des Schwarzen Schwansâ bekannt).cite-ref-petipasoc-libretto-resum-23-0[23] Die Ăźbrigen Teile dieses Pas de deux stammen ursprĂźnglich aus Akt 1,1; das Ende des Grand Adagio wurde von Drigo umgeschrieben.cite-ref-petipasoc-pasdedeux-24-0[24]
⢠Op. 72, Nr. 11 Valse Bluette: wurde zum Walzer der weiĂen und schwarzen Schwäne (Valse des cygnes blanche et noir) zu Beginn von Akt 3.cite-ref-petipasoc-libretto-resum-23-1[23]
⢠Op. 72, Nr. 15 Un poco di Chopin: wurde zur nachfolgenden Scène dansante in Akt 3.cite-ref-petipasoc-libretto-resum-23-2[23]
Drigos LÜsung, Klavierstßcke von Tschaikowsky zu arrangieren und in die bestehende Partitur einzuschieben, war relativ sensibel und harmlos im Vergleich zu den sonst ßblichen Gepflogenheiten der Zeit (in Russland bis weit ins 20. Jahrhundert), wo es vÜllig normal war, wenn andere Komponisten eine Ballettpartitur ergänzten (Extrembeispiele sind Le Corsaire, Don Quixote, La Esmeralda). In modernen Produktionen werden nicht unbedingt alle von Drigo orchestrierten Stßcke verwendet (und auch andere Passagen kÜnnen manchmal gekßrzt oder umgestellt werden).
Die Revision von Petipa, Iwanow und Drigo soll zunächst ebenfalls nur ein mäĂiger Erfolg gewesen sein, wurde aber besser aufgenommen als in Moskau. Pierina Legnanis virtuose Interpretation der weiblichen Hauptrolle wurde sehr bewundert.cite-ref-petipasoc-1895-1-25-0[25] Die neue Fassung des Balletts beeinflusste die gesamte weitere AuffĂźhrungspraxis zutiefst.
Die Choreografie von Petipa und Iwanow wurde zwischen 1901 und 1907 in der damals noch ganz neuen Stepanow-Methode notiert; diese Tanzpartitur ist bis heute (Stand 2020) in der Sergejew-Sammlung der Harvard University erhalten,cite-ref-26[26] nachdem sie 1934 mit dem London-Emigranten Nikolai Sergejew in den Westen gelangte, der sie mit dem Vic-Wells-Ballett einstudierte.
Spätere Produktionen
Wichtige Versionen des Balletts steuerten in Leningrad Agrippina Waganowa (1933), Fedor Lopuchow (1945) und Konstantin Sergejew (1950) bei, in Moskau Alexander Gorski (1901), Assaf Messerer (1937) und Juri Grigorowitsch (1969) sowie am Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater Wladimir Burmeister (1953).
AuĂerhalb Russlands wurde zuerst der zweite Akt 1877 in Prag aufgefĂźhrt, das gesamte Ballett dann 1907 wiederum in Prag. Die deutsche ErstauffĂźhrung erfolgte 1938 in Dessau, die erste deutsche Nachkriegs-Produktion 1954 in Mannheim durch Lisa Kretschmar. Die erste deutsche Einstudierung in Anlehnung an die Petipa-Iwanow-Choreografie besorgte Waslaw Orlikowsky 1955 in Oberhausen. Die erste AuffĂźhrung des Kirow-Balletts im Westen musste bis 1969 warten.
Herausragende Geltung erlangten auĂerhalb Russlands unter anderem die Produktionen von George Balanchine (New York City Ballet, 1951), John Cranko (Stuttgart, 1963), Rudolf Nurejew (Staatsoper Wien, 1964), Erik Bruhn (National Ballet of Canada, 1967), Kenneth MacMillan (Deutsche Oper Berlin, 1969), Tom Schilling (Komische Oper Berlin, 1978) und Peter Wright (Sadlerâs Wells Ballet, 1981).
Zu den bekanntesten Neuinterpretationen von Schwanensee gehĂśrt John Neumeiers Illusionen â wie Schwanensee, das 1976 in Hamburg uraufgefĂźhrt wurde.
Noch erfolgreicher war Matthew Bourneâs Swan Lake, in dem die Schwäne ausschlieĂlich von Männern getanzt werden. Diese Choreografie wurde 1995 in London am Sadlerâs Wells Theatre uraufgefĂźhrt. Sie feierte ebenso Erfolge bei Tourneen durch Europa, Nordamerika und Japan.
Dada Masilo ging in ihrer Inszenierung noch einen Schritt weiter und stellte das StĂźck als homosexuelle Komposition dar.
2016 choreographierte Alexei Ratmansky am Opernhaus ZĂźrichcite-ref-27[27] und an der Mailänder Scala einen Schwanensee, der die Originalversion von Petipa und Iwanow von 1895 zu rekonstruieren versuchte, wie sie in der oben erwähnten in Stepanow-Notation erhaltenen Tanzpartitur in der Sergejew-Sammlung der Harvard University (Houghton Library) erhalten ist. Ratmansky setzte damit seine Rekonstruktionen von Balletten des 19. und frĂźhen 20. Jahrhunderts fort. Balletttechnik und Stil waren damals anders; die Tänzer und Tänzerinnen mussten die alte Technik erst neu erlernen und auf die erlernten moderneren Standards verzichten. Es wurde damals mehr Wert auf Eleganz und Grazie und auf den schauspielerischen Aspekt gelegt. Eine manchmal etwas âeinfachereâ Choreografie erklärt sich auch daraus, dass das Tempo teilweise hĂśher war â umgekehrt zeigt dies, dass der spätere Wunsch nach immer komplexeren Choreografien einen durchaus problematischen Einfluss auf die musikalische AuffĂźhrungspraxis hatte, da die entsprechenden Bewegungen nur bei einem gedrosselten Tempo machbar sind, das nicht mehr den ursprĂźnglichen Intentionen von Tschaikowsky (und Petipa/Iwanow) entspricht. Ratmansky arbeitete dabei auch die Unterschiede zwischen Petipas sehr genau festgelegter Choreographie in den Ballszenen (Akt 1 und 3) und Iwanows mehr flieĂenden Bewegungen in den Schwanenakten (Akt 2 und 4) heraus.
Zu den Choreografien
BerĂźhmte Passagen
⢠Musikalisch besonders beeindruckend und bekannt ist das tragische Schwanenthema, das sich als Leitmotiv durch das Ballett zieht.
⢠Der Pas de deux von Odette und Siegfried im 2. Akt (bzw. Akt 1,2) ist sowohl musikalisch als auch tänzerisch eins der bedeutendsten Stßcke seiner Art. Das exquisite Adagio mit Violine und Cello solo gehÜrt zu den musikalisch berßhrendsten Stßcken von Tschaikowsky und verlangt von beiden Tänzern, besonders aber von der Primaballerina, nicht nur technische Virtuosität, sondern vor allem ein HÜchstmaà an Ausdrucksfähigkeit.
⢠Der Tanz der vier kleinen Schwäne (Danse des quatre cygnets; Allegro moderato) aus den Schwanentänzen des 2. Akts (bzw. Akt 1,2) in der Choreografie von Lew Iwanow ist mittlerweile weit ßber das ballettinteressierte Publikum hinaus bekannt und teilweise auch Gegenstand von Parodien.
⢠Der erst von Petipa, Iwanow und Drigo 1895 in dieser Form geschaffene Grand Pas de deux im 3. Akt (siehe oben), bei dem die falsche Odile Prinz Siegfried verfßhrt, ist heute auch als Schwarzer Schwan-Pas de deux bekannt. Die Idee, dass Odile ein schwarzer Schwan wäre, stammt jedoch weder von Tschaikowsky noch von Petipa und Iwanow und wurde erst nach 1940 populär. Zuvor war Odile einfach nur eine Verfßhrerin, die häufig in schillernde, aber nicht unbedingt schwarze Gewänder gekleidet war. Dies ist auch auf einem Foto mit Tamara Karsawina zu sehen.cite-ref-petipasoc-pasdedeux-24-1[24]
Interpretation der Hauptrollen
Die Rollen von Odette und Odile werden meist von ein und derselben Tänzerin getanzt. Es ist eine der anspruchsvollsten und anstrengendsten Rollen des klassischen Balletts. Es werden nicht nur zwei vĂśllig unterschiedliche Charaktere dargestellt, einerseits ein lyrischer, guter Charakter, andererseits ein dämonischer. Auch die Choreografie stellt hĂśchste AnsprĂźche an die Tänzerin. Unter anderem verlangt die Rolle in einer der bekanntesten Szenen im 3. Akt zweiunddreiĂig FouettĂŠs. Dieses KunststĂźck wurde in die Choreografie eingebaut, weil es die Spezialität von Pierina Legnani war, der ersten Prima Ballerina Assoluta des Mariinski-Theaters.
Nach Pierina Legnani tanzten unter anderem auch Anna Pawlowa, Tamara Karsawina, Maria Danilowa oder Margot Fonteyn berßhmte Interpretationen der Rolle. Maja Plissezkajas schwanenähnliche Armbewegungen bleiben bis zum heutigen Tag in ihrer Darstellung unßbertroffen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist eine der weltweit erfolgreichsten Primaballerinen in dieser Rolle die Russin Polina Semionowa, die Odette/Odile mit zahlreichen namhaften Partnern (in Berlin beispielsweise an der Seite von Wladimir Malachow) tanzt.
Auch die Rolle des Siegfried gilt als anspruchsvoll, dabei ist er wegen seiner VerfĂźhrbarkeit nicht ohne Ambivalenz, Kohlhase nennt ihn daher âden unschuldig schuldigen Prinzenâcite-ref-kohlhase-18-28-0[28] und John Cranko bringt das Problem folgendermaĂen auf den Punkt: âSiegfried ist unwĂźrdig, er bricht seinen Schwur, unwissentlich verwechselt er äuĂere Erscheinungen mit innerer Wirklichkeitâ.cite-ref-kohlhase-18-28-1[28] Siegfried lässt sich in seiner Naivität trotz Odettes Warnungen von Odiles VerfĂźhrungskĂźnsten täuschen, doch als er den Betrug entdeckt, verwandelt sich seine Arglosigkeit in Entsetzen und Verzweiflung. Dabei fällt dem Darsteller des Siegfried die Aufgabe zu, âdass der Prinz zu einem lebenden Wesen gemachtâ wird, âder die TragĂśdie durchlebt (âŚ).â (Cranko).cite-ref-kohlhase-17-1-2[1]
Komplettaufnahmen (Auswahl)
⢠1954: Antal Doråti und das Minneapolis Symphony Orchestra
⢠1959: Ernest Ansermet und das Orchestre de la Suisse Romande
⢠1969: Gennady Rozhdestvensky und das GroĂe Rundfunksinfonie-Orchester der UdSSR
⢠1975: Richard Bonynge und das National Philharmonic Orchestra
⢠1976: AndrÊ Previn und das London Symphony Orchestra
⢠1978: Seiji Ozawa und das Boston Symphony Orchestra
⢠1982: John Lanchbery und das London Philharmonia Orchestra
⢠1985: Wladimir Fedossejew und das GroĂe Rundfunksinfonie-Orchester der UdSSR
⢠1988: Jewgeni Swetlanow und das Staatliche Sinfonieorchester der UdSSR
⢠1991: Charles Dutoit und das Orchestre symphonhique de MontrÊal
⢠1991: Michael Tilson Thomas und das London Symphony Orchestra
⢠1993: Wolfgang Sawallisch und das Philadelphia Orchestra
⢠1994: Heiko Mathias FÜrster und die Brandenburger Symphoniker
⢠1994: Maxim Fedotov und das Symphonieorchester des Mariinski Theaters
⢠2001: Dmitry Yablonsky und das Russische Staatsorchester
⢠2006: Waleri Gergijew und das Symphonieorchester des Mariinski Theaters
⢠2009: Nicolae Moldoveanu und das Royal Philharmonic Orchestra
⢠2009: Michail Pletnjow und das Russian National Orchestra
⢠2013: Neeme Järvi und das Bergen Filharmoniske Orkester
Film
⢠Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen präsentieren einzelne Abschnitte oder auch das gesamte Ballett. Besonders bekannt wurde Nurejews Wiener Version mit Margot Fonteyn, siehe Schwanensee (1966).
⢠Im Film Black Swan von Darren Aronofsky mit Natalie Portman als Odette/Odile wird das Werk als Basis fßr den Film verwendet.
⢠Im Film Billy Elliot â I Will Dance wird in zwei zentralen Szenen auf Schwanensee rekurriert.
⢠Im Animationsfilm Barbie in Schwanensee von 2003 werden sowohl die Geschichte als auch Musik und Tanz charakterisiert.
⢠Die Animationsfilme Schwanensee von 1981 und Die Schwanenprinzessin von 1994 beruhen beide lose auf dem Ballett Schwanensee.
Sonstiges
1968 fĂźhrte der RosenzĂźchter Samuel Darragh McGredy eine dicht gefĂźllte, weiĂe Kletterrose unter dem Namen âSchwanenseeâ ein.cite-ref-29[29]
Während des Bestehens der Sowjetunion sendete das sowjetische Staatsfernsehen bei vier Ereignissen Schwanensee-Auffßhrungen: Dreimal aus Anlass des Todes eines Sowjetfßhrers (im Jahr 1982 beim Tod von Leonid Breschnew, mit dem Tod von Juri Andropow im Jahr 1984 und im Jahr 1985 mit der Bekanntgabe des Todes von Konstantin Tschernenko).cite-ref-30[30] Zum vierten Mal wurde Schwanensee dann im August 1991 während des gescheiterten Putschversuchs in Moskau ausgestrahlt.cite-ref-0-31-0[31]cite-ref-32[32]
Zum 100. Todestag von Tschaikowski im Jahr 1993 gab die Deutsche Bundespost eine Sonderbriefmarke mit einer Szene aus dem Ballett heraus.
Als der russische Nachrichtensender Doschd vor dem Hintergrund der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 aufgrund von Zensurgesetzen geschlossen werden musste, entschied sich der Sender, seine letzte Nachrichtensendung mit Schwanensee zu beenden.cite-ref-0-31-1[31]
Die russische Singer-Songwriterin, Pianistin und StraĂenmusikerin Diana Loginowa (Naoko) wurde mit den beiden anderen Mitgliedern der Band Stoptime am 15. Oktober 2025 in Sankt Petersburg verhaftet. Entscheidend dafĂźr war ein Auftritt am 11. Oktober 2025, bei dem die Musiker das Lied âKooperative Schwanenseeâcite-ref-noize-mc-ks-video-youtube-33-0[33] des Rappers Noize MC spielten. Dieses war im Mai 2025 gerichtlich verboten worden, da das Lied âĂuĂerungen enthalten kĂśnnte, die gewaltsame Veränderungen der Grundlagen der Verfassungsordnung propagierenâ. Grund ist, dass das Ballett Schwanensee unter anderem während des Putsches 1991 auf allen sowjetischen Fernsehsendern ausgestrahlt wurde und der Liedtext somit unter anderem eine Metapher fĂźr den Zusammenbruch der politischen Ordnung in Russland ist.cite-ref-stoptime-taz-22102025-34-0[34]cite-ref-naoko-mdz-35-0[35]
Literatur
⢠Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. , Schott, Mainz 1996, S. 13â31, ISBN 3-7957-0324-7 (= Äajkovskij-Studien, Band 2)
⢠Horst Koegler, Helmut Gßnther: Reclams Ballettlexikon, Philipp Reclam jun., Stuttgart 1984, ISBN 3-15-010328-2
⢠Cyril Beaumont: The Ballet Called Swan Lake, London: Dance Books 1952
⢠Roland John Wiley: Tchaikovskyâs Ballets: Swan Lake, Sleeping Beauty, The Nutcracker. Oxford, Clarendon Press 1985
⢠Roland John Wiley: The Life and Ballets of Lev Ivanov, Oxford, Clarendon Press 1997
Weblinks
Commons
: Schwanensee
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 13. Dezember 2020)
Auf YouTube:
⢠Schwanensee (komplettes Ballett), Choreografie von Vladimir Bourmeister und Lew Iwanow, mit Svetlana Zakharova und Roberto Bolle in der Mailänder Scala (Abruf am 13. Dezember 2020)
Noten
⢠Schwanensee: Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project
Bilder (JPEG)
⢠@1@2Vorlage:Toter Link/www.ballet.co.ukBolschoi Ballett Schwanensee (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche in Webarchiven)
⢠@1@2Vorlage:Toter Link/www.theatremuseum.ruGalina Ulanova as Odette (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche in Webarchiven) â in der AuffĂźhrung des Kirow-Balletts, aus den 1930ern.
⢠Wendy Whelan as Odile, in der Produktion des New York City Ballets Swan Lake, 2003.
⢠Zum Märchenkreis des Schwanenmädchen-Motivs: Illustrationen, Textversionen und Interpretationen zu Swan Maidens
Einzelnachweise
cite-note-kohlhase-17-11. â Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 17
cite-note-22. â Da er bereits 1871 ein kleines privates Kinderballett Schwanensee fĂźr seine Neffen und Nichten erfunden hatte (siehe unten: Geschichte).
cite-note-33. â Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 20
cite-note-44. â Schwanensee-Libretto von 1877. Abgerufen am 27. Oktober 2018.
cite-note-55. â Inhalt laut Original-Libretto von Schwanensee. Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 20â31
cite-note-petipasoc-libretto-66. â Abschnitt Libretto, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-77. â Alja Rachmanowa: Tschaikowskij â Schicksal und Schaffen, Paul Neff Verlag, Wien/Berlin, 1972, S. 147
cite-note-88. â Zitat in englischer Ăbersetzung: âOf course, this was not the ballet which is given on stages now, but a childrenâs one-act short ballet, although the principal theme â âThe Song of the Swansâ â was then the same as nowâ. Siehe Abschnitt Libretto, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-petipasoc-history-99. â Siehe Abschnitt History, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-petipasoc-composition-1010. â Siehe Abschnitt Composition, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-kohlhase-14-1111. â Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 14
cite-note-petipasoc-premiere-1212. â Abschnitt The world première, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-1313. â Cast und Abschnitt The world première, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-1414. â Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 15
cite-note-goodwin13-1515. â Noel Goodwin: Tschaikovsky: Schwanensee, Booklettext S. 13, zur CD-Box: Tschaikovsky: Swan Lake (Schwanensee, Le lac des cygnes), London Symphony Orchestra, AndrĂŠ Previn (EMI Classics, 1976)
cite-note-petipasoc-rev-1616. â Abschnitt Subsequent performances and revivals. , in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-1717. â Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 15
cite-note-1818. â âCritics considered Tchaikovskyâs music âtoo noisyâ, âtoo Wagnerianâ and âtoo symphonicâ...â. Siehe den Abschnitt The world première, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-1919. â Nach einer AuffĂźhrung von Rheingold 1876 schrieb Tschaikowsky: âVon der Musik her ist es ein unwahrscheinlicher Unsinn ⌠Die AuftĂźrmung der kompliziertesten und ausgetĂźftelsten Harmonien im Orchester, die Farblosigkeit des Gesanges, ⌠â alles das hat meine Nerven tĂśdlich ermĂźdet. So sieht also Wagners Reform aus! FrĂźher war man bemĂźht, die Menschen durch Musik zu erfreuen, heutzutage quält man sieâ. Alja Rachmanowa: Tschaikowskij â Schicksal und Schaffen, Paul Neff Verlag, Wien/Berlin, 1972, S. 180â181
cite-note-2020. â Noel Goodwin: Tschaikovsky: Schwanensee, Booklettext S. 11, zur CD-Box: Tschaikovsky: Swan Lake (Schwanensee, Le lac des cygnes), London Symphony Orchestra, AndrĂŠ Previn (EMI Classics, 1976)
cite-note-petipasoc-1895-2121. â Abschnitt The 1895 production, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-petipasoc-cast-2222. â Abschnitt Cast, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-petipasoc-libretto-resum-2323. â Abschnitt RĂŠsumĂŠ of scenes and dances of the 1895 revival, in: Swan Lake (libretto) auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-petipasoc-pasdedeux-2424. â Abschnitt Grand Pas de deux, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-petipasoc-1895-1-2525. â âThe ballet received a mixed, but better reception than the 1877 production with Legnani enchanting the audience in the dual role of Odette/Odileâ. Siehe den Abschnitt The 1895 production, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-2626. â âPetipa and Ivanovâs Swan Lake was notated between 1901 and 1907 in the Stepanov notation method and is part of the Sergeyev Collection.â Siehe Abschnitt The 1895 production, in: Swan Lake auf der Website der Marius Petipa Society (englisch; Abruf am 12. Dezember 2020)
cite-note-2727. â G. J. Dowker: Alexei Ratmansky's reconstruction of the 1895 Petipa & Ivanov version, Ballett ZĂźrich â Swan Lake â , Opernhaus ZĂźrich,. 6. Februar 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 4. Dezember 2021 (englisch).
cite-note-kohlhase-18-2828. â Siehe: Thomas Kohlhase: Schwanensee. (PDF) In: EinfĂźhrung in ausgewählte Werke Petr Il'iÄ Äajkovskijs. Abgerufen am 27. Oktober 2018. (= Äajkovskij-Studien, Band 2), Schott, Mainz 1996, S. 13â31, hier: S. 18
cite-note-2929. â Rosen von A-Z: Scho-Scra. Welt der Rosen, 21. Oktober 2014, abgerufen am 22. Oktober 2014.
cite-note-3030. â Janice Ross: Like a bomb going off : Leonid Yakobson and ballet as resistance in Soviet Russia. Yale University Press, New Haven 2015, ISBN 978-0-300-20763-7, S. 26â27 (archive.org [abgerufen am 20. September 2022]).
cite-note-0-3131. â Russlands neues Mediengesetz â Wenn Schwanensee eine Diktatur ankĂźndigt. In: ZDF-heute. 7. März 2022, abgerufen am 24. April 2022.
cite-note-3232. â In 1991, Soviet Citizens Saw Swans On The TV... And Knew It Meant Turmoil. In: NPR.org. (npr.org [abgerufen am 20. September 2022]).
cite-note-stoptime-taz-22102025-3434. â Yelizaveta Landenberger: Musikalischer Widerstand in Russland: Wenn die Schwäne tanzen, zittert Opa Putin am See. Die Band Stoptime spielte in Sankt Petersburg Musik âausländischer Agentenâ. Die Band wurde verhaftet, im ganz Russland poppten daraufhin Flashmobs auf. In: taz.de. taz, 22. Oktober 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025 (deutsch).
cite-note-naoko-mdz-3535. â Igor Beresin: Naoko und Co.: gefährliche Lieder. Am 15. Oktober wurde in St. Petersburg eine 18-jährige Sängerin festgenommen, die auf der StraĂe Lieder von Musikern sang, die in Russland als ausländische Agenten gelten. Der Fall Naoko in Fragen und Antworten. In: mdz-moskau.eu. Moskauer Deutsche Zeitung, 24. Oktober 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025 (deutsch).